Vergessen Sie Skat, Doppelkopf… Spielen Sie Bridge!

Einer meiner Top-Entdeckungen im Jahr 2017 war definitiv Bridge! Es fing ganz harmlos an, mit einem VHS Kurs ein Jahr davor. Nach den ersten Abenden bei der VHS, dachte ich noch, ach, das kann doch nicht so schwer sein: Es geht wie beim Skat  um Trumpf und Reizen! Aber dann hörten die Parallelen schon auf. Nach dem 10. Abend kam die Ernüchterung, und ich dachte, das schaffe ich nie! Über dieses Stadium bin ich immer noch nicht hinaus, aber das Bridgefieber hat mich gepackt.

Langsam realisierte ich, dass Bridge ein Spiel mit vielen Facetten ist, und der es auf das heutige Niveau entwickelt hat, muss ein unglaublicher Schlauulli gewesen sein.

Bridge wird zu viert gespielt und man spielt mit einem Partner, der hoffentlich die Bridge-Sprache versteht, die wesentlich für das Reizen des Kontraktes (das angenommene Spielziel) ist. Nach einem halben Jahr Turnier-Erfahrung (lächerlich wenig) weiß ich, dass das Reizen selbst nach 10 Jahren noch eine Herausforderung darstellen kann. Deshalb wäre es wichtig, einen festen Partner mit ähnlichem Niveau und Ehrgeiz zu haben.

Es ist fast wie eine neue Fremdsprache, auf die man sich einlassen muss und leider nicht von jedem eindeutig verstanden wird und es gibt alte Hasen, die ihre eigene Sprache entwickelt haben. Dabei geht es, seinem Partner mitzuteilen, wie das eigene Blatt aufgebaut ist, ohne die Karten zu zeigen, mit dem Ziel den Kontrakt festzulegen.

Dann aber das Abspiel, im Bridge werden nicht die Punkte sondern die Stiche gezählt, die im gereizten Kontrakt angesagt wurden und man kann unglaublich „fallen“ (Verlust an Stichen), wenn man das Spiel nicht beherrscht, denn man sollte in der Lage sein, die Karten im Kopf zu haben, die gefallen sind und um Rückschlüsse auf die Stärke des Gegners zu ziehen.

Nicht genug der Herausforderungen, wenn Turnier gespielt wird, erfolgt ein Vergleichen mit anderen Mitspielern. Und dann kann es bedeutet, dass man doch ganz gut gespielt hat, aber andere haben besser gereizt und das entscheidende Ergebnis erzielt.

Bridge hat leider in Deutschland das Image eines Spiels für die älteren Semester zu sein, auch bei mir kam am Anfang die Assoziation mit den Bildern aus den alten Miss Marple Filmen: ältere Ladies sitzen am Tisch und spielen bei Tee Bridge. Doch Bridge gilt in einigen Ländern als Sport und auch in Deutschland gibt es für Bridge eine Bundesliga. Bridge ist in vielen Ländern, wie Frankreich, Italien, USA oder Polen sehr populär und wird vermehrt an Schulen gelehrt, da Bridge unglaublich die Konzentration fördert und das logisch Denken schult. Bridge ist völkerverbindend, da es weltweit nach vergleichbaren Regeln gespielt wird. Außerdem ist es ein sehr geselliges Spiel, wenn man in einen der vielen Bridge-Clubs in Deutschland beitritt und an den verschiedenen Turnieren teilnimmt. Noch dazu ist Bridge ein preiswertes Hobby. Viele Gründe dieses herausfordernde Spiel zu erlernen und zu spielen. Deshalb lassen Sie sich nicht abschrecken!

Es gibt zahlreiche Literatur zu den Bridgeregeln und der Spielweise. Besuchen Sie doch die Website vom Bridge Verband, dort finden Sie viele Informationen zu den Regeln oder wo Sie Bridge erlernen und spielen können.

Der Bridgeclub Bergstraße ist sehr engagiert um in unserer Region das Bridgespiel populär zu machen und gibt Bridgekurse bei der VHS.

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