Die rote Glut – Chilis

Ich kann ganz gut scharf und wenn ich lange Zeit keine Chilis hatte, bekomme ich Entzug, das ist wie mit Knoblauch. Deshalb baue ich Chilis selbst an. Da experimentiere ich mit verschiedenen Sorten. Ab Mai werden die gelieferten Pflanzen ins Beet gepflanzt und dann muss man warten, denn die Pflanzen brauchen eine Weile bis sie angewachsen sind und sich etablieren.

Aber ab Ende Juli geht es richtig ab und dann kann geerntet werden. Größere Mengen erst ab Mitte August, aber dann bis Anfang Oktober. Die Schoten werden nach Sorten und vor allen Dingen nach Schärfe sortiert und im Backofen getrocknet.

Falls es sich um kleine dünne Chilis handelt, schneide ich nur den grünen Ansatz ab. Die anderen dickeren Chilis werden halbiert und entkernt. Es dauert zwischen 6 – 10 Stunden bis die Chilis bei ca. 70 Grad richtig getrocknet sind. Das Aroma der Chilis verändert sich durch den Vorgang des Trocknens, manchmal zum Besseren.

Thunder Mountain Longshorn
Thunder Mountain Longshorn getrocknet

In einer extra angeschafften Kaffeemühle werden die Chilis fein gemahlen, das kann je nach Schärfe der Chilis schon eine Herausforderung sein. Letztes Jahr hatte ich Chili mit bis zu 10 Scoville, da hätte man schon einen Mundschutz gebrauchen können. Dieses Jahr habe ich mich auf 5 Scoville beschränkt.

Nachdem die Chili gemahlen sind, werden sie eventuell noch verschnitten und in kleine Gewürzdosen verpackt und evt. zu Weihnachten verschenkt.

Aber nichts geht über Habaneros. Das ganz Haus riecht danach, wenn diese getrocknet werden!